Dr.DIO Studio
Dr.DIO · Musiklizenz in Österreich

Musiklizenz für Café, Geschäft oder Hotel in Österreich

Österreichische Unternehmen, die Hintergrundmusik abspielen, benötigen für die Werke eine Aufführungsbewilligung der AKM. Hersteller und Interpreten kommerzieller Aufnahmen haben einen gesonderten Vergütungsanspruch, der über die LSG eingezogen wird.

Lizenz der AKM vor der EröffnungAnspruch der LSG nur über eine VerwertungsgesellschaftDoppelter Tarif ohne Anmeldung

Wer welche Rechte lizenziert

WerWofür
AKMStaatlich genehmigte Gesellschaft der Autoren, Komponisten und MusikverlegerAufführungslizenz für Urheberrechte, auch für Hintergrundmusik
LSGLSG Wahrnehmung von LeistungsschutzrechtenVergütung für Hersteller und Interpreten bei Handelstonträgern

Welche Lizenz ein Café, Geschäft oder Hotel braucht

Die AKM erteilt die Aufführungslizenz für die dauerhafte Musiknutzung in Handel, Gastronomie, Hotellerie, Fitnessstudios, Arztpraxen und Friseursalons sowie für Hintergrundmusik und Musik in der Telefonwarteschleife. Laut Wirtschaftskammer Österreich (WKO) umfasst dies nur mechanische Musik; Livemusik, Musik außerhalb des Geschäfts sowie TV oder Video erfordern eine gesonderte Lizenz.

Die AKM hat außerdem einen eigenen Tarif für Streamingdienste für Unternehmen (B2B), die zur öffentlichen Wiedergabe in Handel und Gastronomie genutzt werden. Ob die AKM für Hintergrundmusik auch im Auftrag der LSG abrechnet, ging aus den abgerufenen Seiten nicht hervor.

Wie die Gebühr berechnet wird

Das Entgelt richtet sich nach der Art des Betriebs und der Musikquelle (Radio, TV, CD, MP3 und Ähnliches) sowie bei Geschäften laut WKO nach der Größe der beschallten Fläche. Rahmen für den Handel ist § 29 des Gesamtvertrags zwischen AKM und VVAT.

Die AKM berechnet den Betrag je Betrieb und hat auf den abgerufenen Seiten keine Beträge für Hintergrundmusik veröffentlicht; daher wird kein Beispiel genannt.

Darf ich Spotify oder YouTube in meinem Betrieb abspielen?

Die Privatabos von Spotify, Apple Music und YouTube sind nach deren eigenen Bedingungen nur für die persönliche, nichtkommerzielle Nutzung lizenziert. Ein privates Konto ist also keine Lizenz, um Kunden Musik vorzuspielen. Der eigene Tarif der AKM für Streamingdienste für Unternehmen (B2B) zeigt, dass gewerbliches Streaming als eigenständige lizenzpflichtige Nutzung gilt.

Musik außerhalb der Verwertungsgesellschaften

Laut AKM ist eine Lizenz erforderlich, sobald mindestens ein geschütztes Werk aufgeführt wird; dass die Musik nur im Hintergrund zu hören ist, spielt keine Rolle. Eine Vermutungsregel zugunsten der AKM wurde nicht überprüft.

Für Aufnahmen gewährt § 76 Abs. 3 des österreichischen Urheberrechtsgesetzes dem Hersteller einen Anspruch auf angemessene Vergütung, wenn ein zu Handelszwecken hergestellter Tonträger für eine öffentliche Aufführung genutzt wird; die Interpreten sind daran beteiligt. Diese Ansprüche können nur von Verwertungsgesellschaften geltend gemacht werden. Auch Musik, die nicht von der AKM vertreten wird, kann daher auf Handelstonträgern den Anspruch der LSG auslösen. Ob Aufnahmen aus Musikbibliotheken oder lizenzfreie Aufnahmen als zu Handelszwecken hergestellt gelten, ist unklar.

Wird die dauerhafte Musiknutzung nicht vor der Eröffnung angemeldet, kann die AKM den doppelten Tarif zuzüglich Kontrollkosten verlangen; die WKO nennt außerdem Nachzahlungen, Vertragsstrafen und rückwirkende Rechnungen.

Dr.DIO in Österreich

Dr.DIO Studio produziert eigene elektronische Musik und Ambient, kein Dr.DIO Titel ist bei einer Verwertungsgesellschaft registriert, und der Tarif Business ($14.99 pro Monat und Standort, 14 Tage kostenlos) gibt dem Betrieb eine direkte Lizenz zur öffentlichen Wiedergabe sowie ein Zertifikat für Dr.DIO Musik.

Werke von Dr.DIO gehören nicht zum Repertoire der AKM. Nach § 76 Abs. 3 kann der Anspruch für Aufnahmen jedoch nur von einer Verwertungsgesellschaft eingezogen werden, und ob Aufnahmen von Dr.DIO als Handelstonträger gelten, ist unklar. Ein österreichischer Betrieb kann daher dennoch mit einem Anspruch der LSG konfrontiert werden; fragen Sie vor Ihrer Entscheidung schriftlich bei AKM und LSG nach.

Für jede andere Musik im Betrieb, etwa Radio, Fernsehen, Livemusik oder andere Playlists, sind weiterhin die üblichen Lizenzen nötig.

Offizielle Quellen

  • AKM: https://www.akm.at
  • LSG: https://www.lsg.at
  • Lizenzseite der AKM: https://www.akm.at/musiknutzende/
  • Lizenzseite der AKM: https://www.akm.at/wp-content/uploads/2022/02/AT-fuer-Streamingservices-zur-OeW-in-Handel-und-Gastro.pdf
  • AKM: https://www.akm.at/service/tarife-vertrage/
  • Wirtschaftskammer Österreich (WKO): https://www.wko.at/handel/elektro-einrichtungsfachhandel/akm-verguetungspflicht-bei-musikwiedergabe-im-geschaeft
  • Österreichisches Urheberrechtsgesetz, § 76: https://www.ris.bka.gv.at/NormDokument.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10001848&Paragraf=76
  • Nutzungsbedingungen von Spotify: https://www.spotify.com/legal/end-user-agreement/

Über diesen Leitfaden

Diese Seite erläutert die allgemeinen Regeln, wie sie von den oben genannten Verwertungsgesellschaften und Gesetzen veröffentlicht werden, Stand Oktober 2026. Sie ist keine Rechtsberatung. Gebühren und Regeln ändern sich, klären Sie dies daher vor Ihrer Entscheidung mit der Verwertungsgesellschaft.

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Fragen

Was kostet die AKM für Hintergrundmusik in einem Geschäft?

Die AKM berechnet das Entgelt je Betrieb nach Art, Musikquelle und Fläche; auf den für diesen Leitfaden geprüften Seiten wurden keine Beträge veröffentlicht.

Was verlangt die AKM von einer Bar oder einem Restaurant für Musik?

Das hängt von der Art des Betriebs und der Musikquelle ab. Lassen Sie sich von der AKM eine Berechnung erstellen und melden Sie sich vor der Eröffnung an, sonst kann die AKM den doppelten Tarif verlangen.

Brauche ich eine Lizenz der AKM für die Gastronomie?

Ja, für die dauerhafte Nutzung geschützter Musik in einem Restaurant oder einer Bar, auch als Hintergrundmusik.

Was ist die Vergütung der LSG für Aufnahmen in einem Betrieb?

Hersteller und Interpreten von Handelstonträgern haben nach § 76 Abs. 3 einen Vergütungsanspruch, den nur Verwertungsgesellschaften geltend machen können.

Darf ich Spotify in einem Geschäft in Österreich nutzen?

Nein. Private Abos von Spotify sind für die persönliche, nichtkommerzielle Nutzung bestimmt. Die AKM hat einen eigenen Tarif für Streamingdienste für Unternehmen.

Ist Musik außerhalb der AKM im Betrieb frei nutzbar?

Damit entfällt womöglich die AKM, der Anspruch der LSG für Handelstonträger kann aber weiterhin bestehen, und ob Musik aus Bibliotheken darunter fällt, ist unklar.

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